Herzinsuffizienz – welche Mikronährstoffe können den Erkrankungsverlauf positiv beeinflussen?



Ist bei der Herzschwäche eine Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll?

Coenzym Q10, L-Carnitin, Taurin, Thiamin, Riboflavin und Vitamin D – Ist ihre Einnahme bei Herzinsuffizienz sinnvoll oder verzichtbar?


Hintergrund

Es gibt Hinweise darauf, dass eine Behandlung mit L-Carnitin (19), Coenzym Q10 (1), Taurin (5) oder Thiamin (15) eine positive Wirkung auf die Herzinsuffizienz hat. Relativ häufig konnte ein Riboflavin-Mangel (Vitamin B2) und ein Mangel an anderen B-Vitaminen bei Patienten mit Herzschwäche nachgewiesen werden (9). Für weitere Mikronährstoffe konnten in Studien günstige Wirkungen auf den Krankheitsverlauf und die Herzfunktion belegt werden. Hierzu zählen u.a. Kreatin, Eisen und Vitamin D (16, 20). Die aufgeführten Mikronährstoffe stellen keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten der Herzinsuffizienz dar, können jedoch die medikamentöse Standardtherapie sinnvoll ergänzen.

Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) zur Behandlung von klimakterischen Beschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen


Folgende Fragen werden in diesem Beitrag beantwortet:
  • Wie wirkt Cimicifuga bei Wechseljahresbeschwerden?
  • Ist die Wirksamkeit von Traubensilberkerzen-Extrakten durch klinische Studien ausreichend belegt?
  • Welche Nebenwirkungen hat Cimicifuga?
  • Gibt es Unterschiede in der Wirksamkeit von Cimicifuga-Extrakten?
  • Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel – gibt es Unterschiede in der Wirkung?
  • In welcher Dosierung und wie lange sollten Traubensilberkerzen-Extrakte angewendet werden?
  • Hilft Cimicifuga bei Schlafproblemen in der Menopause?
  • Wie bewerten Ärzte (Gynäkologen) und betroffene Frauen die Wirksamkeit von Cimicifuga?
     

INFOBOX – Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa)
Wirkung
Traubensilberkerze vermindert:
  • Hitzewallungen,
  • nächtliche Schweißausbrüche,
  • Schlafstörung und
  • Reizbarkeit
Dosierung
  • Cimifemin® neo: 1x täglich 1 Tablette (6,5 mg)
  • Klimadynon® Uno: : 1x täglich 1 Tablette (6,5 mg)
  • Remifemin® mono: 1x täglich 1 Tablette (5 mg)
  • Remifemin® plus (Johanniskraut): 2x täglich 1 bis 2x 2 Tabletten
Wirkeintritt
  • frühestens nach 2 Wochen
Anwendungsdauer
  • ca. 12 Wochen, nicht länger als 6 Monate
Nebenwirkungen
  • allergische Reaktionen der Haut (Quaddelbildung, Rötung Juckreiz),
  • Gesichts- oder periphere Ödeme,
  • Magen-Darm-Symptome (Oberbauchbeschwerden, dyspeptische  Beschwerden, Durchfall), 
  • Leberschädigung; Erhöhungen  der  Leberwerte  sowie
  • Gewichtszunahme


Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) ist eine Pflanzenart in der Gattung Actaea. Verwendet werden die unterirdischen Pflanzenteile (Rhizom), insbesondere die Wurzeln.

Traubensilberkerze – Inhaltsstoffe/Wirkstoffe

Das Rhizom von Cimicifuga racemosa mit den verbundenen Wurzeln wird im Herbst nach der Reifung der Früchte geerntet und frisch oder in getrockneter Form verwendet. Das Rhizom von Cimicifuga racemosa enthält als Wirkstoffe Triterpenglykoside vom Cycloartenol-Typ (unter anderem Actein, Cimicifugosid, Cimiracemosid A und 23-Epi-26-Deoxyactein) und Phenylpropanoide wie Hydroxyzimtsäuren. Weitere Inhaltsstoffe/Wirkstoffe sind Alkaloide, N-Methylserotonin, Stärke, Fettsäuren, Harz und Tannine (24).

Cimicifuga als Arzneimittel

In Deutschland sind verschiedene nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel mit dem Wirkstoff Cimicifuga racemosa zugelassen: u.a.
  • Cimicifuga STADA 6.5 mg Filmtabletten (STADA),
  • Cimicifuga AL (Aliud Pharma),
  • Klimadynon® uno (Bionorica) und
  • Remifemin® mono (Schaper & Brümmer).

In der Schweiz: Cimifemin® neo (Zeller Medical).

Anwendung

Als Arzneimittel findet Cimicifuga Anwendung zur Besserung der durch die Wechseljahre bedingten Beschwerden.

Gesundheitliche Beschwerden in den Wechseljahren

Die Wechseljahre können bei der Frau ab 40 zu einer Reihe gesundheitlicher Beschwerden führen, unter anderem zu 
  • Hitzewallungen, 
  • nächtlichen Schweißausbrüchen, 
  • Schlafstörungen und 
  • Reizbarkeit. 

Hitzewallungen und Schweißausbrüche gehören zur Gruppe der vasomotorischen Symptome. Darunter versteht man Symptome, die mit einer Verengung oder Erweiterung der Blutgefäße zusammenhängen. Hitzewallungen sind anfallsweise auf- oder absteigende Wärmewellen (hot Flush), die vom Hals, Kopf oder von der Brust ausgehen. 

Gleichzeitig kann ein wellenförmiges Erröten (Flush) auftreten. Etwa ein bis zwei Drittel der Frauen haben während der Wechseljahre Hitzewallungen und Schweißausbrüche. 

Bei der Mehrzahl der Frauen sind die Symptome nur gering ausgeprägt. Bei einigen Frauen können Hitzewallungen und Schweißausbrüche jedoch so ausgeprägt sein, dass sie die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?


Lebensstiländerungen

Lebensstiländerungen können zur Verbesserung von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen beitragen. Hitzewallungen können durch niedrige Umgebungstemperaturen reduziert werden. Untersuchungen zeigen, dass ein hohes Körpergewicht (BMI) die Frequenz von Hitzewallungen steigert. Es sollte daher ein Normalgewicht angestrebt werden. Nichtraucherinnen leiden seltener unter Hitzewallungen als Raucherinnen. Regelmäßige körperliche Aktivität kann auch zur Verbesserung von Hitzewallungen beitragen. Zudem wirken sich Entspannungsübungen vorteilhaft auf die Häufigkeit und den Schweregrad von Hitzewallungen aus (28). 

Folglich kann eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung, ausreichend Schlaf und Entspannung die Wechseljahresbeschwerden lindern.

Medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungsoptionen

Standard-Therapie von Wechseljahresbeschwerden ist die Hormonersatztherapie. Zu den alternativen Therapiemöglichkeiten klimakterischer Beschwerden gehören pflanzliche Wirkstoffe wie
  • Cimicifuga racemosa,
  • Rhapontikrhabarber und
  • Rotklee (Trifoliumpratense),

die als nicht-rezeptpflichtige Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden.

Nach Aussagen der medizinischen Fachgesellschaften seien alle alternativen Therapiemöglichkeiten in ihrer Effektivität bei Wechseljahresbeschwerden nicht mit der einer Hormonersatztherapie vergleichbar. Bei leichten Hitzewallungen und Schweißausbrüchen sei ein Therapieversuch mit Cimicifuga racemosa dennoch möglich. Die Wirkung könne allerdings individuell nicht vorausgesagt werden. Bei starken vasomotorischen Beschwerden sei nach Einschätzung von Experten ein ausreichender therapeutischer Effekt von Cimicifuga racemosa nicht zu erwarten.

Mögliche Risiken der Hormonersatztherapie

Die Hormonersatztherapie in der Menopause wird zunehmend kritischer beurteilt. Gründe dafür sind u.a.
  • das erhöhte Brustkrebs- und
  • Schlaganfallsrisiko, aber auch
  • das erhöhte Risiko von Thrombosen (5).

Daher greifen viele Frauen alternativ zu pflanzlichen Präparaten.

Wie wirkt Cimicifuga?

Traubensilberkerze vermindert:
  • Hitzewallungen,
  • nächtliche Schweißausbrüche,
  • Schlafstörungen 

und besitzt eine ausgleichende Wirkung auf die Psyche (z.B. bei erhöhter Reizbarkeit).

Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe und die Wirkungsweise von Traubensilberkerzen-Extrakten sind nicht genau bekannt. N-ω-Methylserotonin wurde als potentieller Serotoninrezeptor-Agonist identifiziert.

Neuere Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass Traubensilberkerze keine Östrogenaktivität aufweist und nicht auf den Östrogenrezeptor wirkt. Cimicifuga hat keinen Einfluss auf zirkulierende Östradiol-, FSH- oder LH-Konzentrationen, noch scheint es östrogene Effekte auf das Brust-, Endometrium- oder Vaginalgewebe zu haben (13).

Weitere Untersuchungen lassen es wahrscheinlich erscheinen, dass Traubensilberkerze eine antidepressive Aktivität besitzt und an Serotonin- und Dopaminrezeptoren bindet (12). Folglich könnte Cimicifuga emotionale Veränderungen und Angstzustände in den Wechseljahren günstig beeinflussen.

Bewertung der Qualität von Cimicifuga-Präparaten unabhängig von der Wirksamkeit

Die Zeitschrift Öko-Test hatte pflanzliche Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden, u.a. auch Extrakte der Traubensilberkerze im Jahre 2011 bewertet (4). Bemerkenswert ist, dass in dieser Beurteilung Fragen der Wirksamkeit nur eine untergeordnete Rolle gespielt hatten. Alle 14 getesteten Extrakte aus der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) erhielten bei der pharmakologischen Begutachtung Bestnoten. Zehn dieser Arzneimittel schnitten bei Öko-Test insgesamt mit "sehr gut" ab – darunter unter anderem Präparate von Stadapharm, Ratiopharm und Bionorica. Zwei erhielten die Bewertung "gut". Lediglich mit "befriedigend" schnitten z.B. Remifemin Tabletten ab (4).

Im Gegensatz dazu kam die Stiftung Warentest im Jahre 2015 zu einer insgesamt negativen Einschätzung zur Wirksamkeit von pflanzlichen Wirkstoffen bei der Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren. Alle bewerteten Mittel, einschließlich Traubensilberkerzen-Extrakte, seien zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden wenig geeignet, so die Tester (27).

Prüft man die wissenschaftliche Literatur zur Wirksamkeit von Extrakten aus der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) bei klimakterischen Beschwerden, zeigen sich sehr gegensätzliche Ergebnisse.

Studien zur Wirksamkeit von Cimicifuga

Die Zahl der veröffentlichten Studien zu den Wirkungen von Cimicifuga ist so groß, dass bereits in den Jahren 2008, 2010 und 2011 systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen zur Wirksamkeit von Cimicifuga publiziert wurden (1, 2, 3). Zusammenfassend zeigen diese Daten keine einheitlichen Wirkungen von Cimicifuga-Extrakten auf die Wechseljahresbeschwerden.

Auch eine Bestandsaufnahme aus dem Jahre 2012 bestätigte diese nicht einheitliche Studienlage (8): In den meisten Untersuchungen zum Vergleich von Cimicifuga mit Placebo konnte keine signifikante Wirkung von Cimicifuga auf klimakterische Beschwerden nachgewiesen werden.

    Cimicifuga in Kombination mit Johanniskraut

  • Die Kombination von Cimicifuga und Johanniskraut zeigte hingegen eine Verbesserung der klimakterischen Beschwerden im Vergleich zu Placebo (8).  
 

    Cimicifuga im Vergleich zur Hormonersatztherapie

  • In einem direkten Vergleich von Cimicifuga mit einer Hormontherapie zeigte sich unter der Hormontherapie eine deutlich stärkere Symptomabnahme als unter der Cimicifuga-Einnahme (8).

Zusammenfassend kommt diese Übersichtsarbeit zu dem Schluss, dass die alleinige Behandlung klimakterischer Beschwerden mit Cimicifuga wenig erfolgsversprechend sei, das aber eine Kombination aus Cimicifuga und Johanniskraut wirksam sein könnte.

Im Herbst 2012 wurde eine erste Cochrane-Analyse zur Wirksamkeit von Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) veröffentlicht (9): Sechzehn randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 2.027 peri- oder postmenopausalen Frauen wurden in diese Analyse einbezogen. Cimicifuga wurde in den betrachteten Studien in einer durchschnittlichen Tagesdosis von 40 mg, bei einer mittleren Behandlungsdauer von 23 Wochen angewandt.

  • Ergebnisse: Es gab keinen signifikanten Unterschied zwischen Traubensilberkerze und Placebo bei der Häufigkeit von Hitzewallungen oder beim Menopause-Symptom-Score. Beim Vergleich von Cimicifuga mit der Hormonersatztherapie zeigten sich signifikante Vorteile bei der Häufigkeit von Hitzewallungen und beim Menopause-Symptom-Score zugunsten der Hormontherapie. Das Fazit der Autoren zur Wirksamkeit von Cimicifuga fiel dementsprechend negativ aus.

Zu diesem Zeitpunkt gab es keine ausreichenden Wirksamkeits-Belege, die eine Verwendung von Traubensilberkerze bei Wechseljahrsbeschwerden rechtfertigten (9).

Die widersprüchliche Datenlage zur Wirksamkeit von Cimicifuga-Extrakten findet sich auch in neueren Untersuchungen. 
  • In einer Placebo-kontrollierten Studie an 54 peri- oder postmenopausalen Frauen im Alter von mindestens 40 Jahren mit moderaten bis schweren Wechseljahresbeschwerden war eine Tagesdosis von 40 mg Traubensilberkerzen-Extrakt der Placebo-Gabe in Bezug auf die Veränderungen der Hitzewallung und der Lebensqualität nicht überlegen (11).

Ist Cimicifuga doch nicht wirksam?

Auffällig waren die deutlichen Unterschiede in der Wirksamkeit einzelner Studien.
Diese zum Teil widersprüchlichen Ergebnisse legen den Verdacht nahe, dass sich die Vielzahl der in Studien eingesetzten Cimicifuga-Extrakte in ihrer Qualität und Zusammensetzung deutlich unterscheiden.

Pflanzenextrakte sind Mehrstoffgemische mit unterschiedlicher Zusammensetzung, abhängig vom
  • verwendeten Extraktionsmittel,
  • der Kultivierung,
  • dem Erntezeitpunkt und
  • der Verarbeitung.

Cimicifuga Spezialextrakte


Cimicifuga racemosa Trockenextrakt, Ze 450 (Cimifemin® neo)

  • Entgegen den bisherigen Studienergebnissen kommt eine Ende 2012 veröffentlichte Placebo-kontrollierte Untersuchung zu sehr positiven Ergebnissen in Bezug auf die Wirksamkeit von Cimicifuga bei Wechseljahresbeschwerden (10). Mögliche Erklärungen können in der Verwendung eines anderen Cimicifuga-Extraktes in veränderter Dosierung liegen.

  • In einer dreiarmigen Doppelblindstudie wurde ein neu entwickelter Cimicifuga-Trockenextrakt in den Dosierungen 6,5 und 13 mg mit der Placebo-Gabe verglichen. Über 12 Wochen erhielten insgesamt 180 Frauen mit Wechseljahresbeschwerden eine der drei Behandlungen. Primäres Studienziel war eine Verbesserung des klinischen Beschwerdebildes, das mittels Kupperman-Index bewertet wurde.

  • Ergebnisse: Im Vergleich zur Placebo-Behandlung zeigte sich bei den Patientinnen unter Cimicifuga eine signifikante Abnahme im Schweregrad der menopausalen Beschwerden. Beim primären Zielparameter der Untersuchung (Kupperman-Index) ergab sich nach zwölf Wochen Therapie eine signifikante Überlegenheit beider Cimicifuga-Gruppen im Vergleich zu Placebo. Das Ergebnis in der 13-mg-Gruppe war dem in der 6,5-mg-Gruppe ebenfalls signifikant überlegen.

  • Der diesen Studienergebnissen zugrundeliegende Trockenextrakt, Ze 450, aus Cimicifuga racemosa unterscheidet sich von denen in vorausgehenden Studien verwendeten Cimicifuga-Extrakten. Dieser Extrakt wird von der Schweizer Firma Zeller Medical im Produkt Cimifemin® neo angeboten.


Cimicifuga racemosa isopropanolischer Trockenextrakt (Remifemin®)

  • Eine signifikant stärkere Abnahme klimakterischer Beschwerden wurde bei insgesamt 304 Patientinnen nach 3-monatiger Behandlung mit einem isopropanolischen Cimicifuga-Spezialextrakt (Remifemin, 40 mg) gegenüber Placebo nachgewiesen. Die Überlegenheit war bei Frauen in den Wechseljahren besonders ausgeprägt und die stärkste Wirkung konnte bei vasomotorischen Beschwerden erzielt werden (20, 22).
  • In einer weiteren Untersuchung konnte im Vergleich zur niedrig dosierten transdermalen Hormontherapie bei 64 Frauen nach 3 Monaten eine vergleichbar gute, signifikante Verbesserung der vasomotorischen Beschwerden, der depressiven Symptome und der Angst erreicht werden (21)

Cimicifuga racemosa Trockenextrakt BNO 1055, (Klimadynon®)

  • In einer kontrollierten Studie mit insgesamt 62 Frauen war die Verbesserung der Menopausen-Symptome für den ethanolischen Cimicifuga-Extrakt (BNO 1055, Klimadynon®) nach 3 Monaten Therapie vergleichbar mit der eines Hormonpräparates. Aufgrund der geringen Fallzahl (n = 20 in der Cimicifuga-Gruppe) blieb das Ergebnis jedoch statistisch nicht signifikant. In einer weiteren Analyse konnte eine signifikante Überlegenheit gegenüber Placebo in Bezug auf das tägliche Schwitzen, das nächtliche Aufwachen und weitere Symptome nachgewiesen werden (19).

Wie lautet die Bewertung der europäischen Zulassungsbehörde (EMA) zur Wirksamkeit von Cimicifuga?

Die Monographie für Cimicifuga racemosa des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bescheinigt den drei spezifischen Extrakten einen klaren therapeutischen Nutzen und bestätigt ein positives Nutzen-Risiko-Profil (23).

Cimicifuga bei Schlafstörungen nach der Menopause

Schlafprobleme treten häufig nach der Menopause auf. Das Ziel einer weiteren Placebo-kontrollierten, Doppelblind-Studie über 6 Monate war es, die Wirkung von Traubensilberkerzen auf objektive und subjektive Schlafparameter bei frühen postmenopausalen Frauen mit Schlafbeschwerden zu untersuchen. Wichtigstes Ergebnis war eine signifikante Verbesserung verschiedener polysomnographischer Parameter unter Cimicifuga-Einnahme im Vergleich zu Placebo wie z.B. eine verbesserte Schlafeffizienz und eine verminderte Wachheit nach dem Einschlafen (WASO: -15,8 %). Auch vasomotorische und physische Aspekte der Lebensqualität wurden unter Cimicifuga im Vergleich zu Placebo verbessert (17).


Cimicifuga als Arzneimittel


Cimifemin® neo

  • 1 Tablette enthält 6.5 mg Trockenextrakt aus dem Cimicifuga-Wurzelstock (Ze 450),
      Droge-Extrakt-Verhältnis 4.5–8.5:1, Auszugsmittel 60%    
      Ethanol (V/V).
  • Dieses Präparat enthält zusätzlich Hilfsstoffe, u.a. Laktose (44 mg).

  • Dosierung: 1 x täglich 1 Tablette

Weitere Informationen:
https://zellerag.ch/de/products/cimifemin-neo/
https://drogerie-hermann.ch/artikel.cfm?artikel=11333

In Deutschland sind Cimicifuga-Präparate z.B. unter den Handelsnamen Remifemin® mono, Klimadynon® Uno, Cimicifuga STADA und Cimicifuga AL zugelassen.

Remifemin® mono

  • 1 Tablette enthält 5 mg Trockenextrakt aus Cimicifugawurzelstock, Droge-Extrakt-Verhältnis 6 – 11 : 1; Auszugsmittel: Isopropanol (40 % V/V)

  • Anwendungsgebiet
      Remifemin® mono wird angewendet zur Linderung von
      Wechseljahresbeschwerden wie z.B. Hitzewallungen  
      und übermäßigem Schwitzen



  • Dosierung
      1-mal täglich 1 Tablette Remifemin® mono.

Klimadynon® Uno

  • 1 Filmtablette enthält 6,5 mg Trockenextrakt aus Cimicifugawurzelstock (4,5 – 8,5 : 1), Auszugsmittel: Ethanol 60 % (V/V). Laktose 19,0 mg

  • Anwendungsgebiet
      Pflanzliches Arzneimittel zur Besserung von
      Wechseljahresbeschwerden wie z. B. Hitzewallungen
      und übermäßige Schweißausbrüche.


  • Dosierung
      Frauen in der Menopause: Einmal täglich 1 Filmtablette.

Remifemin® plus

  • 1 Filmtablette enthält Trockenextrakt aus Johanniskraut = 0,25 mg (Gesamthypericin)
      und
      Trockenextrakt aus Cimicifugawurzelstock = 1,0 mg
      Enthält Laktose

  • Dosierung
      2-mal täglich 1 Filmtablette, bei Bedarf 2-mal täglich 2
      Filmtabletten.

  • Anwendungsgebiet
      Beschwerden im Klimakterium wie Hitzewallungen, 
      Schweißausbrüche, depressive Verstimmungszustände  
      und psychovegetative Störunge wie  
      Niedergeschlagenheit, innere Anspannung, Reizbarkeit,
      Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit, Angst und/oder
      nervöse Unruhe, prämenstruelle psychovegetative
      Beschwerden


Anwendungsdauer und Wirkeintritt von Cimicifuga-Extrakten

Die Wirkung von Cimicifuga-Extrakten tritt nicht sofort ein. Erste Wirkungen zeigen sich nach frühestens 2 Wochen Behandlung. Es wird empfohlen Cimicifuga-Extrakte über mehrere Monate einzunehmen (14).

Sicherheit und Verträglichkeit von Cimicifuga

Die Verträglichkeit von Cimicifuga-Extrakten kann derzeit noch nicht abschießend beurteilt werden. Im Jahre 2009 hatte es infolge zahlreicher Verdachtsfälle von Leberschäden im Zusammenhang mit der Einnahme von Cimicifuga-Extrakten Änderungen in der Fach- und Gebrauchsinformation der Arzneimittel gegeben (5). Eine nachfolgende Metaanalyse aus fünf Studien konnte eine Beeinträchtigung der Leberfunktion durch Cimicifuga-Extrakte nicht bestätigen (7). Trotzdem wird darauf hingewiesen, dass Cimicifuga-haltige Präparate ohne ärztlichen Rat nicht länger als 6 Monate eingenommen werden sollten. 

Neuere Untersuchungen beschreiben weitere Fälle von Leberschädigungen unter der Einnahme von Cimicifuga. Bei einer 69-jährigen Patientin kam es unter Cimicifuga-Anwendung zu einer Autoimmun-Hepatitis (15, 16).

Brustkrebsrisiko unter Cimicifuga-Behandlung?

Eine systematische Übersichtsarbeit hat geprüft, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der Anwendung von Cimicifuga-Extrakten und dem Risiko an einem Brustkrebs zu erkranken. Nach Auswertung von 26 Studien kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass die Anwendung von Traubensilberkerzen-Extrakt nicht mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko verbunden ist (13).

Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Cimicifuga-haltigen Arzneimitteln sind Fälle von Leberschädigungen aufgetreten.
In Studien wurde zudem über
  • allergische Reaktionen der Haut (Urticaria, Pruritus, Exantheme),
  • Gesichts- oder periphere Ödeme,
  • gastrointestinale Beschwerden (Oberbauchbeschwerden, dyspeptische Beschwerden, Diarrhoe),
  • Erhöhungen der Leberwerte sowie
  • Gewichtszunahme berichtet (14).

Diskussion

Neben der Qualität des Cimicifuga-Extrakts, dem Erntezeitpunkt und dem Extraktionsmittel spielen auch die Dosierung und die Anwendungsdauer für die Wirksamkeit eine wichtige Rolle.

Eine weitere Übersichtsarbeit aus dem Jahre 2015 konnte nur eine von sieben Studien identifizieren, in der Cimicifuga eindeutig positive Auswirkungen auf Hitzewallungen und andere klimakterische Symptome hatte (12). Eine längere Studiendauer oder höhere Dosierungen von Cimicifuga führten nicht zu besseren Ergebnissen bei der Verminderung von Hitzewallungen und anderen Symptomen. Die Wuttke-Studie, in der eine Besserung der Hitzewallungen und mindestens eines anderen Symptoms nachgewiesen werden konnte, wurde nur über 12 Wochen durchgeführt, während sich in einer 12-Monats-Studie keine Unterschiede gegenüber der Vergleichsgruppe zeigten (18).

Ähnlich wie die längere Studiendauer wirkten auch höhere Dosierungen von Cimicifuga auf Hitzewallungen nicht besser als niedrigere Dosierungen (18).
Beispielsweise konnte in einer Untersuchung unter einer Dosierung von täglichen 40 mg Cimicifuga eine signifikante Verbesserung von Hitzewallungen und mindestens einem der anderen Symptome dokumentiert werden, während in Studien mit einer Dosierung von 64 mg und 128 mg Cimicifuga kein signifikanter Einfluss auf Hitzewallungen oder andere Symptome beobachtet wurde. Eine Untersuchung mit einer höheren Dosierung von Cimicifuga und einer längeren Anwendung (160 mg/Tag über 12 Monate) bei Frauen mit später Menopause und postmenopausalen Frauen zeigte, dass sich die Anzahl der Hitzewallungen in der Interventionsgruppe nicht von der in der Placebogruppe unterschied.

Mögliche Gründe für die Unterschiede in den Studienergebnissen könnten darin liegen, dass die Wirksamkeit der Cimicifuga-Behandlung wesentlich von der Dosis, der Extraktionsmethode und der gleichzeitigen Einnahme weiterer Phytopharmaka bestimmt wird (Ismail 2015).

Wie bewerten Ärzte (Gynäkologen) und betroffene Frauen die Wirksamkeit von Cimicifuga und anderen alternativen Behandlungsmethoden?

In einer schriftlichen Befragen zu den Erfahrungen mit alternativen Therapien zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden äußerten sich die Gynäkologen wie folgt (n=3227):

Als effektivste alternative Therapie wurde eine Änderung des Lebensstils bewertet (54,4% der Ärzte bewerteten eine Lebensstiländerung als wirksam, 35,7 % als manchmal wirksam). Andere als wirksam eingestufte Behandlungen waren Johanniskraut (25,0 %) und Traubensilberkerze (21,1 %). Als am wenigsten wirksam wurde Hormon-Yoga (4,7 %), Akupunktur (10,3 % ) und Homöopathie (10,6 %) bewertet (25).

Werden die betroffenen Frauen selbst befragt, ergibt sich ein deutlich davon abweichendes Bild:
In einer weiteren Umfrage, wurden Frauen im Alter zwischen 45 und 60 Jahren nach ihren Erfahrungen mit alternativen Behandlungsmöglichkeiten von Wechseljahresbeschwerden befragt (n=1872). Mehr als die Hälfte (56 %) der befragten Frauen hatte bereits Erfahrungen mit irgendeiner Form der Therapie zur Linderung ihrer Symptome. Die Mehrheit der Frauen, die eine Therapie einnahmen (64,8 %), hatten nur alternative Behandlungsformen (entweder eine oder mehrere Arten) angewandt, 14,2 % hatten ausschließlich eine Hormonersatztherapie (HRT) verwendet 21,1 % hatten sowohl alternative Behandlungen als auch HRT ausprobiert. Sehr beliebte alternative Behandlungsformen der Befragten waren eine Veränderung des Lebensstils (28,7 %), Johanniskraut (18,3 %) und Homöopathie (14,9 %). Eine Veränderung des Lebensstils wurde als die wirksamste Behandlung mit 84,9 % bewertet. Andere Behandlungen wie Hormon-Yoga (79,2 %), Homöopathie (73,7 %) und Traditionelle Chinesische Medizin (59,1 %) wurden ebenfalls als wirksam angesehen. Phytoöstrogene (Isoflavone und Lignane) wurden als am wenigsten wirksam bewertet (45,5 %) (26).

Fazit

Den bisher publizierten Studien-Daten zufolge gibt es nur wenige Cimicifuga-Spezialextrakte, die eine gute Wirkung auf klimakterische Beschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche erwarten lassen. Das Ausmaß der Besserung scheint individuell sehr verschieden.
Erfolgsversprechend scheint eine niedrige Dosierung, so wie in den zugelassenen Arzneimitteln vorgegeben, bei einer Behandlungsdauer von ca. 12 Wochen zu sein.

Möglicherweise sprechen die mit der Menopause verbundenen Schlafprobleme besonders gut auf die Behandlung mit Cimicifuga an. Auch die Kombination von Cimicifuga und Johanniskraut scheint sich positiv auf die klimakterischen Beschwerden auszuwirken.

Die Verträglichkeit bei kurzzeitiger Anwendung ist hinreichend untersucht und wird als gut bezeichnet. Für eine Anwendung über einen Zeitraum von 6 Monaten hinaus liegen nur unzureichend Daten vor. Eine Beeinträchtigung der Leberfunktion bei einer Langzeitanwendung von Cimicifuga kann nicht sicher ausgeschlossen werden.

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Literatur - Quellennachweis:


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4. Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ), Ausgabe 10.3.2011, Wechseljahresbeschwerden


5. Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 41/2009


6. Arznei-telegramm Ausgabe 8/2005; 36: 69-71


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27. Stiftung Warentest 2015 - Wechseljahre: Phytos bei Hitzewallungen nicht geeignet.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2015/07/30/Wechseljahre-Phytos-bei-Hitzewallungen-nicht-geeignet


28. Ortmann, O; Lattrich, C. Therapie von Beschwerden in den Wechseljahren. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(17): 316-24.